Dr. Heide Rezepa-Zabel | Expertisen, Kurzgutachten, Beratung bei Ankauf und Verkauf

Kunst, Antiquitäten, Design, Schmuck und Diamanten

Startseite » Design20-Blog

Aktuelle Informationen zur ZDF Sendung „Bares für Rares“ nun auf Facebook

8. September 2015

Aktuelle Informationen zurSendung Bares für Rares auf Facebook

https://www.facebook.com/pages/Dr-Heide-Rezepa-Zabel/1060252063993617?pnref=story

Bares für Rares täglich im ZDF

23. April 2015

Bares für Rares: Horst Lichter, Dr. Heide Rezepa-Zabel, Sven Deutschmanek, Albert Maier

Neben den Austrahlungen jeweils am Sonntag im ZDF um 13:15-14:00 Uhr, werden ab 18. Mai – 27.August 2015 täglich neue Folgen im ZDF um 15:05-16:00 Uhr ausgestrahlt. Moderation: Horst Lichter, Expertenteam: Dr. Heide Rezepa-Zabel, Sven Deutschmanek und Albert Maier.

Buchempfehlung: Designer im Dritten Reich – Gute Formen sind eine Frage der Haltung

10. Januar 2014

Buch: Designer im Dritten Reich, Sabine Zentek
Aus der Zeit des Nationalsozialismus sind zahlreiche modern anmutende Gebrauchsgegen-stände bekannt, wie Geschirre von Hermann Gretsch und Heinrich Löffelhardt, Keramiken von Otto Lindig oder Gläser von Wilhelm Wagenfeld. Schlichtweg ein Missverständnis ist jedoch die Folgerung, die Nazis hätten zumindest in der Produktgestaltung Sympathien für die Moderne gehabt. Die Schlichtheit der Gestaltung war Bestandteil der Nazi-Propaganda, die Machthaber strebten »ewige«, »überzeitliche« Formen an, mit denen individuelle oder gar »entartete« Strömungen dauerhaft verhindert werden sollten. Möbel von nicht genehmen Urhebern wie Le Corbusier oder Mies van der Rohe wurden auch noch nach der Machter-greifung der Nazis verkauft, nun aber ohne Namensnennung.

Eine entscheidende Rolle bei der kulturellen »Säuberung« spielte die SS mit ihren Wirtschaftbetrieben, die Produktionsstätten von Porzellan, Keramiken und Möbeln in den Konzentrationslagern unterhielt. Nicht wenige ehemalige Werkbund- oder Bauhausmitglieder ließen sich auf Allianzen mit NS-Behörden wie »Schönheit der Arbeit« ein und förderten so den »einzig guten« Geschmack, ab 1943 »Friedensmuster« genannt. Parallel dazu bereitete die damalige »Elite« der Juristen die Umwälzung des Urheberrechts nach rein ideologischen Grundsätzen vor.

Nicht unerwähnt lässt die Publikation, dass viele Gestalter, wie Hermann Gretsch, Wilhelm Wagenfeld und Heinrich Löffelhardt, mit Erfolg auch die neue Demokratie nach 1945 zum Fokus ihrer beruflichen Existenz machten. Sabine Zentek, Fachanwältin für Urheber- und Medienrecht, liefert mit ihrem glänzend recherchierten Buch, das alle Qualitäten eines Standardwerks besitzt, einen ebenso spannenden wie umfassenden und oft erstmaligen Einblick in hochbrisante zeitgeschichtliche Quellen.

Sabine Zentek

Neue Folgen „Bares für Rares“ ab 5. Jan. 2014, 13:15 Uhr im ZDF

29. Dezember 2013

Expertenteam: Dr. Heide Rezepa-Zabel, Sven Deutschmanek und Albert Maier

Expertenteam: Dr. Heide Rezepa-Zabel, Sven Deutschmanek und Albert Maier
Moderation: Horst Lichter

Neu: im Sammler Journal, Oktober 2013: Richard Riemerschmid

2. Oktober 2013

Richard Riemerschmid Design
„Wir fingen einfach an“. So beschreibt Richard Riemerschmid (1868-1957) im hohen Alter den Beginn seiner Generation, die nichts Geringes im Sinn hatte, als das Kunstgewerbe vollkommen zu reformieren und die Moderne auf den Weg zu bringen.

Deutsche Produkte hatten mit ihren Stiladaptionen und überzüchteten Ornamenten auf internationalen Ausstellungen einen dramatischen Ansehensverlust erlitten. England brandmarkte deutsche Importe mit „Made in Germany“ als „cheap and bad“ und auf dem Kontinent waren zu allem Überfluss englisches, französisches, belgisches oder japanisches Kunsthandwerk mehr denn je gefragt.

Der Umbruch wurde von verschiedenen Seiten herbeigesehnt und greifbar als zum Ende des Jahrhunderts eine Reihe hervorragender, progressiver Talente den Neuanfang im Kunsthandwerk und in der Kunstindustrie wagten. Sie kamen wie Richard Riemerschmid und Peter Behrens, Henry van de Velde, Adelbert Niemeyer, Bernhard Pankok und Bruno Paul von der bildenden Kunst und wechselten als Autodidakten in diesen Bereich. Auf der Suche nach Ausdrucksformen, die dem Charakter, den Idealen und Bedürfnissen ihrer Zeit entsprachen, beeindruckten sie ihr Publikum mit bestechenden Lösungen, die die konservativen Kräfte letztlich zum Umdenken zwangen.

Lesen Sie jetzt in der Aktuellen Ausgabe des Sammler Journals den Beitrag zu Richard Riemerschmid und seinem Oeuvre.

250 Jahre Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin – Drei Ausstellungen zum Jubiläum

4. September 2013

Im KPM-Jubiläumsjahr 2013 zeigen drei große Berliner Ausstellungen das eindrucksvolle Spektrum stilbildender KPM-Porzellankunst aus zweieinhalb Jahrhunderten. Dabei unterstreichen sie die bis heute anhaltende, überragende kulturelle Bedeutung der Manufaktur für die deutsche Hauptstadt.

„Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin 1763-2013. Porzellankunst aus privaten Sammlungen“ in der KPM WELT (Ausstellung vom 19. September 2013 bis 5. Januar 2014)

„KPM – Gestalten, Benutzen, Sammeln. 250 Jahre Porzellan aus der Königlichen Manufaktur in Berlin“ im Schloss Charlottenburg, Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (Ausstellung vom 19. September 2013 bis 5. Januar 2014)

„Lust auf Dekor. KPM-Porzellane zwischen Jugendstil und Art Deco. Eine Jubiläumsausstellung“ im Bröhan-Museum (Ausstellung vom 19. September 2013 bis 26. Januar 2014)

Vor 250 Jahren gründet Friedrich der Große eine Porzellan-Manufaktur, die dank künstlerischer und technischer Innovationen in Europa schnell eine Spitzenposition erobern und ausbauen kann. Die Ausstellung „Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin 1763-2013. Porzellankunst aus privaten Sammlungen“, die in der Königlichen Porzellan-Manufaktur selbst zu sehen ist, führt eindrucksvoll vor Augen, wie die Manufaktur in jeder Epoche vom Rokoko bis in die Gegenwart stilprägende Entwürfe von hohem künstlerischem Rang hervorbringt.

Die Ausstellung „KPM – Gestalten, Benutzen, Sammeln. 250 Jahre Porzellan aus der Königlichen Manufaktur in Berlin“ im Schloss Charlottenburg beleuchtet die Geschichte des Porzellans aus der KPM unter drei Aspekten: Das Archiv öffnet seine sonst streng verschlossenen Sammlungsschränke und gewährt einen Einblick in die vielfältigen Bestände. Das nach Vorlagen des Malers Adolph Menzel gestaltete Silberhochzeitsservice des Kronprinzen Friedrich Wilhelm aus dem Jahr 1883 wird als Festtafel gedeckt zu sehen sein. Abgerundet wird die Schau mit der Präsentation bisher unentdeckter Schätze aus Berliner Privatsammlungen – ungewöhnliche, faszinierende und spektakuläre Leihgaben aus  drei Jahrhunderten werden gezeigt.

Die Ausstellung „Lust auf Dekor. KPM-Porzellane zwischen Jugendstil und Art Deco“ im Bröhan-Museum lenkt den Blick wiederum auf die außergewöhnlich schönen Dekore der KPM. Im Fokus steht dabei die Ära von Theo Schmuz-Baudiß (1859-1942). Seit 1902 bei der KPM beschäftigt, war er von 1908 bis 1925 deren künstlerischer Direktor. Es entstanden neuartige Blumen-, Tier- und Landschaftsdekore in leuchtenden Farben und virtuoser Bemalung. Stilistisch bewegen sie sich zwischen Jugendstil und Art Deco. Die Schau ist zugleich ein Beitrag zum 40. Jubiläum des Bröhan-Museums. Dessen Gründer, der Sammler Professor Karl H. Bröhan, hegte eine besondere Vorliebe für Porzellane der KPM und erwarb im Laufe seiner Sammeltätigkeit zahlreiche Spitzenstücke aus Jugendstil und Art Deco. So versteht das Museum die Ausstellung zugleich als Reverenz an seinen Gründer und die eigene Sammlungsgeschichte.

 

Von „Urbino“ bis „Stambul“. Porzellanentwürfe der KPM 1929 – 1970

26. August 2013

    Mokkaservice „Stambul“, Entwurf von Wolf Karnagel 1967, Foto: Jochen Littkemann. Terrine und Schale aus dem Tafelservice „Urbino“, Entwurf von Trude Petri 1932, Dekor grüner Festrand, Foto: Erik Bohr, Manufakturarchiv der KPM Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin.

Als Beitrag zum 250-jährigen Bestehen der KPM Berlin zeigt das Keramik-Museum Berlin (KMB) eine Ausstellung der KPM Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin. Dabei ergänzen zahlreiche Leihgaben des Manufakturarchivs sowie Objekte aus öffentlichen und privaten Berliner Sammlungen den eigenen Bestand.
Betrachtet wird die Moderne mit über 100 Gefäßen und Objekten der Zeitspanne 1929 bis 1970
als Teil der Designgeschichte des 20. Jahrhunderts. Die Präsentation gewährt einen Blick auf vier Jahrzehnte Formgestaltung. „War „Urbino“ der große Wurf der dreißiger Jahre, so ist „Stambul“ stilistisch der große Wurf der sechziger Jahre. „Urbino“, das Erfolgsservice von Trude Petri, markiert den Beginn, zu dem auch die Arbeiten von Marguerite Friedlaender und Gerhard Marcks zählen. Die KPM der Nachkriegszeit wird u. a. mit den Entwürfen von Siegmund Schütz und Hubert Griemert repräsentiert. Mit Wolf Karnagels Mokkaservice „Stambul“ endet die Präsentation dieser bislang wenig betrachteten, aber künstlerisch-innovativen 40 Jahre der KPM.
Keramik-Museum Berlin, Schustehrusstraße 13, 10585 Berlin
1.9. 2013 – 27.1.2014, täglich außer dienstags 11 bis 17 Uhr, Eintritt 2,- €

Kristallglasuren im Keramik Musem Berlin

13. Mai 2013

Schon Jahrhunderte bevor die gezielte Beschäftigung mit Kristallglasuren in Europa (Sèvres um 1850) begann, faszinierte diese Glasurtechnik vor allem Menschen im Fernen Osten.
Der Ursprung „kristallinischer Glasuren“ (mit Mikrokristallen) wird in den alten chinesischen und japanischen Kulturen zur Zeit der Song-Dynastie 960-1279 vermutet.
Aus dem sich abkühlenden Schmelzfluss der aufgetragenen und erhitzten Glasurmasse wachsen – abhängig von den benutzten Rohstoffen und sonstigen Milieubedingungen – bunte Flecken, blüten- oder sternförmige Muster, auch zweiartige Gebilde oder andere Kristallbildungen.
Das gestaltlose Materialchaos der heißen Schmelze lässt bei der Erstarrung geometrische Körper entstehen, die als Gesamtheit ein geordnetes Gefüge bilden. Wissenschaftlich stellt jede Kristallglasur in Bezug auf die beteiligten Moleküle einen Gleichgewichtszustand dar. (aus: Abenteuer Kristallglasur, Keramikmuseum Mettlach 2008).

Avantgarde für den Alltag. Jüdische Keramikerinnen in Deutschland 1919-1933.

18. März 2013

Eva Stricker-Zeisel, Margarete Heymann-Marks, Marguerite Friedlaender-Wildenhain,
Ausstellung vom 28. Februar bis 20. Mai 2013 im Bröhan-Museum, Berlin

 

 

Im Rahmen des Berliner Themenjahrs „2013 – Zerstörte Vielfalt“ zeigt das Bröhan-Museum eine Sonderausstellung mit etwa 180 Exponaten zu drei jüdischen Keramikerinnen der

Avantgarde: Marguerite Friedlaender-Wildenhain, Margarete Heymann-Marks und Eva Stricker-Zeisel. In der angewandten Kunst vor 1933 waren es gerade Frauen, nicht selten mit jüdischem Hintergrund, die durch ihre künstlerische Begabung, ihre Durchsetzungskraft und ihre Experimentierfreude großen Anteil an der Entwicklung einer „Avantgarde für den Alltag“ in Deutschland hatten. Exemplarisch wird dies in der Ausstellung anhand der Werke und Biografien der genannten Keramikerinnen gezeigt. Alle drei schufen wegweisende Formen und Dekore für Objekte des täglichen Gebrauchs. Als Jüdinnen blieb ihnen nach 1933/38 die Fortsetzung ihrer beruflichen Laufbahn in Deutschland verwehrt. Sie gingen ins Exil nach Großbritannien
oder in die USA.

BRÖHAN-MUSEUM  Landesmuseum für Jugendstil, Art Deco und Funktionalismus (1889 – 1939)
Schloßstraße 1a  14059 Berlin (Charlottenburg)

Öffnungszeiten: Di bis So von 10 bis 18 Uhr und an allen Feiertagen.

Eintritt: 6,- €, erm. 4,- € (inkl. Eintritt Dauerausstellung), jeden ersten Mittwoch im Monat Eintritt frei.

 

50 Jahre Besteckdesign in Deutschland 1950 bis 2000

6. März 2013


Der Weltkrieg hinterließ nach 1945 in vielfacher Hinsicht ein riesiges Vakuum, auch in Bezug auf die Ausstattung der Haushalte. So war auch der Bedarf an neuem Besteck groß, und zugleich bot sich die Chance, das Thema Besteck „neu zu denken“.
Obwohl sich traditionelle Formen und Dekore zum Teil bis heute hartnäckig halten, so gab und gibt es doch eine starke Bewegung zum Besteck der „neuen Zeit“: Die Proportionen änderten sich deutlich (kurze Messerklinge und kurze Gabelzinken, runde Laffen, lange Griffe), das Material musste bezahlbar und tauglich für die Herstellung in großen Mengen sein (Edelstahl), die aufwendige Differenzierung in Tafel- und Dessertbesteck wurde zugunsten einer mittleren Größe (das sog. Mittelbesteck) aufgegeben.

Die dicht bestückte Studienausstellung im Klingenmuseum Solingen präsentiert eine exemplarische Auswahl von rund 320 Besteckmustern aus deutscher Produktion; die gesamte Produktion betrug in dieser Zeit rund 2.000 Muster. Selbstverständlich steht der gute, wegweisende Entwurf im Vordergrund, aber auch eher traditionelle Stilmittel wie Dekore oder Besteckgriffe und -hefte aus unterschiedlichem Material werden als zeittypische Erscheinungen gezeigt.
Eine Publikation mit einer repräsentativen Auswahl an Bestecken ist geplant.

20. Jan.- 30. Juni 2013, Deutsches Klingenmuseum, Klosterhof 4, D-42653 Solingen, täglich 10 –17 Uhr, freitags 14 –17 Uhr, montags geschlossen, geöffnet Karfreitag bis Ostermontag, 1. Mai, Pfingstsamstag bis Pfingstmontag, an allen Tagen von 10 –17 Uhr.