Isolierkanne „Thermolord“, Wolfgang von Wersin, 1956/58 für Erhard & Söhne, Schwäbisch Gmünd

Entwurf: Wolfgang von Wersin, 1956/58.
Ausführung und Vertrieb: Metallwarenfabrik Erhard & Söhne, Schwäbisch Gmünd.
Bez.: Firmenmarke E mit Löwen-Aquamanile (für Erhard & Söhne), 0.25L, pat. pend. (Patent angemeldet), MADE IN GERMANY 4. An der Innenseite des Griffes nummeriert: 3 71.
Maße: Inhalt 0,25 l, Höhe 15 cm.

Eiförmiger versilberter Korpus, oberhalb der Mitte von Isolationsring geteilt, ohne Standring, innen Vakuum-Glaseinsatz. Abgesetzter zylindrischer Hals mit schnabelförmigem Ausgießer, Deckel mit zweistufigem Klappmechanismus mit waagerechtem Drücker, Silikonstöpsel. Vom Halsansatz nach unten offener zum Korpus parallel laufender Henkel.

Zustand: makellos, ohne Gebrauchsspuren.

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Art.-Nr.: M5070927 Kategorien: Schlüsselworte: , , ,

Beschreibung

Seit den 20er Jahren zeichnete sich Wolfgang von Wersin (1882-1976) ähnlich wie bei den Deutschen Werkstätten Hellerau maßgebend für die Formgebung Erhardscher Produkte verantwortlich. Unterbrochen wurde seine Entwurfsarbeit durch den Zweiten Weltkrieg, aufgenommen dann wieder 1938 bis 1959. Den letzten bis heute anhaltenden Erfolg im Bereich der Metallbearbeitung hatte Wersin mit der Warmhaltekanne „Thermolord“ mit deren Planung er im Jahr 1956 begann. Die klare ausgewogene Form erleichterte nicht nur die optische Rezeption einzelner Teile der Kanne, sondern entsprach auch den produktionstechnischen Notwendigkeiten. Die Ideale des Deutschen Werkbundes respektive des Münchner Bundes dessen Mitglied er bereits 1913, bzw. in dessen Vorsitz er 1920 gerufen wurde sind hier vorbildlich umgesetzt.

Ein Musterschutzprozess der Firma Erhard & Söhne gegen eine bekannte Kaffeefirma im Jahr 1975, die in Billigausführung den „Thermolord“ kopierte, endete mit einer interessanten Entscheidung. Gegen den Willen der qualitätsbedachten Firma Erhard & Söhne, musste man die billige Plastikkopie des Entwurfes hinnehmen, da es hieß, „es dürfe eine solch gute Form nicht nur in teuerer Ausführung angeboten werden, sondern auch in billig, damit das Volksganze nicht benachteiligt wäre.“ (Ziffer 1991, S.130) Seit dem wird die Kanne durch andere Firmen reediert und noch heute produziert.

Referenz: Münchner Stadtmuseum Inv.Nr. K91/43; Werkbundarchiv – Museum der Dinge Berlin; Alfred Ziffer: Wolfgang von Wersin 1882-1976, Vom Kunstgewerbe zur Industrieform, München 1991, S.178, MT261.

Zusätzliche Information

Gewicht 3 kg

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