Ess.Tee.Tisch, Jürg Bally, 1951, Zürich, CH

Design: Jürg Bally (geb. 1923)
Entwurf: 1951; Produktion: bis ca. 1968, Aufzugtisch (Fachbezeichnung),
Hersteller: Werkgenossenschaft Wohnhilfe Zürich, CH,
Material: Platte Kirschbaum furniert, Beine Ahorn gedrechselt, Mechanismus aus Metall.
Maße: variabel in der Höhe 40-70 cm x 103 cm.

Zustand: insgesamt gut, originaler Erhaltungszustand mit wenigen Gebrauchsspuren, ohne Furnierfehler.

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Art.-Nr.: M501659 Kategorien:

Beschreibung

Die drei gekreuzten Beine mit beweglicher Zapfenverbindung laufen in Metallschienen – dadurch lässt sich die Höhe des Tisches in 7 Positionen verstellen. Die offizielle Bezeichnung Ess.Tee.Tisch (implizit „ästhetisch“) verweist auf die verschiedenen Höhenpositionen des Tisches.

Jürg Bally produzierte bis 1954 das Modell, danach bis ca. 1968 die Werkgenossenschaft Wohnhilfe Zürich.

Bally erhielt 1955 vom Schweizerischen Werkbund für diesen Entwurf die Auszeichnung „Die gute Form“. Der SWB vergab diese Auszeichnung jährlich zwischen 1952 und 1969. Bereits ab 1953 wurde dieser Preis als eingetragenes Markenzeichen geführt. Die Auszeichnung geht zurück auf die von Max Bill, dem Schweizer Architekten, Designer und Mitbegründer der Hochschule für Gestaltung in Ulm, 1949 verantwortete, gleichnamige Sonderschau.

Ein Jahrzehnt nach dem Beginn des Zweiten Weltkrieges war die „Die gute Form“ ein wichtiges Signal für die übernational orientierten Kräfte, die den Wiederaufbau des zerstörten Europas unter den richtigen gestalterischen Vorzeichen forderten. Die Kriterien waren dafür Ökonomie der materialmäßigen und formalen Mittel, Funktionalität, Hochwertigkeit und Langlebigkeit der Produkte, Verzicht auf Statussymbole und Prestigedenken – kurz: eine äußere Erscheinung der Produkte, die unaufdringlich, aber selbstsicher, und modern, aber unmodisch, die innere Harmonie des Gegenstandes zum Ausdruck bringen sollten. So heißt es: „Die Artefakte, denen das Signum oder gar das Siegel ‚Die gute Form‘ anhaftet, fanden unter der Hand ihrer Gestalter zu klaren, überschaubaren Formen, Formen und Farbe sind zurückhaltend… die Teile …sind mühelos zu identifizieren, fließende Übergänge zwischen den Teilen des Geräts vermieden….Ihre Entwerfer und Konstrukteure schätzen die leere ungebrochene Fläche – kein Horror vacui, keine Angst vor den leeren Räumen… Verzierungen fehlen ebenso die die Häufung ineinander greifender Formpartikel und Schmuckelemente…“

Vgl. weiterführend: Mia Seeger: Die Gute Form SWB, in: Werk und Zeit, Monatszeitung des Deutschen Werkbundes, 1955, Nr.7; Peter Erni: Die gute Form. Eine Aktion des Schweizerischen Werkbundes. Dokumentation und Interpretation, Zürich 1983.

Exemplar u.a. in der Designsammlung des Museums für Gestaltung, Zürich/ Züricher Hochschule der Künste, Archivnummer: 1998-0201.

Preisreferenzen: Von Zezschwitz München, Auktion 53 , 09.06.2009, Los 43, Taxe 1100€, Zuschlag 1400€.
Artcurial Paris, Auction Design et „Swiss Made“, 16.6.2009, Los 336, Taxe 2500-3500€.

Zusätzliche Information

Gewicht 15 kg

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