Beschreibung
Dieser fein gearbeitete Anhänger aus 14-karätigem Rotgold zeigt eine plastisch ausgearbeitete Blütenkomposition, wie sie für die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts charakteristisch ist. Im Zentrum und in konzentrischer Anordnung sind a-jour gefasste Rosendiamanten verarbeitet, deren Gesamtgewicht sich auf etwa 1,0 Karat beläuft.
Die Diamanten sitzen in tief ausgezogenen Bogen- und Zargenfassungen, die das einfallende Licht von allen Seiten aufnehmen und gezielt „befeuern“. Durch die offene Rückseite (a-jour) entsteht ein lebendiges Lichtspiel, das den Steinen trotz ihres historischen Schliffs eine glanzvoll spiegelnde Präsenz verleiht. Die leicht variierenden Rosenschliffe weisen auf den handwerklichen Ursprung des Stücks.
Die Goldarbeit ist sorgfältig von Hand ausgeführt: die blütenblattartigen Fassungen sind plastisch modelliert, leicht gewölbt und rhythmisch angeordnet. Die Rückseite zeigt eine offene, durchbrochene Konstruktion, die sowohl funktional als auch ästhetisch ist und auf eine Werkstatt mit hoher handwerklicher Kompetenz schließen lässt.
Stilistisch lässt sich der Anhänger dem späten Historismus zuordnen. Die florale Formensprache, die Verwendung von Rosendiamanten sowie das warme Rotgold sprechen für eine Entstehung um 1870–1890. Solche Stücke waren als Anhänger oder als Bestandteil von Colliers beliebt und verbanden Naturmotivik mit repräsentativer Diamantarbeit.
Ein charaktervolles historisches Schmuckstück, das durch Substanz, handwerkliche Qualität und zeittypische Gestaltung überzeugt – und zugleich durch seine Blütenform eine zeitlose Eleganz bewahrt.










