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Die zeitlose Form – Porzellan- und Keramikentwürfe von Hermann Gretsch

Dem neben Wilhelm Wagenfeld bedeutendsten deutschen Designer Hermann Gretsch (1895 – 1959), ist seit über 50 Jahren keine Einzelausstellung gewidmet worden. Das hängt mit seiner Nähe zum Nationalsozialismus zusammen.

Achtzig Jahre sind vergangen, seit Gretsch mit >Arzberg 1382< das klassische Porzellangeschirr des 20. Jahrhunderts schuf, wie der VW Käfer, ein Meilenstein der deutschen Geschichte.

Das Hotelgeschirr >Schönwald 98<, aktuell in 38 Farben bei Dibbern im Programm, die Steingutserien Freia und Senta für Villeroy & Boch Dresden, die Erfolgsform 3480 mit volkstümlichen Dekoren wie „Hansi“ und „Schotten“, sind in der Ausstellung ebenso zu sehen, wie das freundlich blaue- und gelbe Nachkriegsgeschirr aus Hartsteingut von Steuler/Mühlacker.

Heinz-J. Theis

5.11.2011. – 30.1.2012 Fr. – Mo. 13 bis 17 Uhr im Keramik Museum Berlin, Schustehrusstraße 13 10585 Berlin

Zur Eröffnung am Freitag, den 4.11. um 19 Uhr spricht Dieter Högermann, Kunsthistoriker und Sammler aus Berlin.