New Look

Mit dem überwältigenden Auftritt der neuen Kollektion 1947 veränderte Christian Dior nicht nur das Gesicht der Mode, sondern gab auch der Ästhetik einen Namen, der in der Nachkriegszeit die Vorstellungen der Menschen beherrschte. Radikal wirkte damals seine Ablehnung der bin dahin typischen 40er-Jahre-Silhouette mit „Tailleurs“ und breiten, streng wirkenden Schultern. Dior kreierte wadenlange, üppig gebauschte Röcke, ultrafeminine, taillierte Blusen mit fallender Schulter und den dazu passenden zarten Schmuck.

Die ästhetische Veränderung erfasste sämtliche Bereiche, von den Kleidern der Frauen bis zu dem Geschirr, das sie auf den Tisch stellten. Der Geist der Formgebung war nach dem Krieg verjüngt, die Designs standen für alles Neue und Optimistische. Materialien und Technologien, die die Rüstungsindustrie hervorgebracht hatte, beeinflussten das zeitgenössische Design. Kunststoffe, Metalle, laminiertes Holz und Kunstfasern prägten das Aussehen der Gebrauchsgegenstände. Schaumgummi, Stretchgewebe für Polsterungen machten die ausladenden Umrisse möglich, die so viele organische Formen kennzeichneten. Rahmen aus Aluminiumguss und Stabstahl für Möbel vereinten Stabilität mit Biegsamkeit und verschoben die Grenzen für Konstruktion und Form.

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