Palmen – Insel, Catalin, New York, um 1930

Design: Stanislaw Kucharczyk, New York, 1930s.
Maße: H. 23 cm, D. Sockel: 8,2 cm

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Beschreibung

Der Begriff „Bakelit“ ist heute eine Sammelbezeichnung auch für andere frühe Kunststoffe, die durch Weiterentwicklung desselben entstanden. Zu den reizvollsten gehört Catalin, ein erstmals gießbares Phenolharz, denn bisher ließ sich der Kunststoff, den Leo Hendrik Baekeland erfand, nur als dunkle, mit Füllstoffen versehene Masse pressen und weiterverarbeiten. Neben den Harnstoffharzen (Ureum), die zeitgleich entwickelt wurden, ließen sich erstmals farbige und helle Farben herstellen. Catalin beendete in den 30iger und 40iger Jahren die Vorherrschaft von dunklem Holz, Metall und Keramik in den Haushalten. Dieser Kunststoff trug wesentlich dazu bei, in den Haushalten der Durchschnittxfamilien einen modernen Stil zu etablieren.

Im Gegensatz zu den Harnstoffharzen wurde dem „Catalin“ „Juwelenhafte Schönheit“ nachgesagt, weshalb es oft für Schmuck, Galanteriewaren aller Art und für die ersten tragbaren Radios (bekannt als „Catalin“-Radios) verwandt wurde. Die „American Catalin Corporation“ brachte das neue Gießharz ab 1930 auf den Markt, nachdem die Monopolstellung der Bakelit-Patente hinsichtlich Herstellung und Verarbeitung von Phenoplasten ab 1927 bis 1931 ausgelaufen war. Das Unternehmen erzielte ein breites Spektrum satter Farben, etwa Rot, Orange, Grün, Gelb und subtile Pastelltöne, in einer Palette von durchscheinend bis schrillweiß. Sie strahlen noch heute so kräftig wie am ersten Tag. Catalin ließ sich in Formen gießen und anschließend durch Schnitzen, Fräsen, Drechseln, Sägen, Bohren weiterverarbeiten. Eine Bandbreite dieser Möglichkeiten führt die Palme, das Symbol, der oft auch als „Hollywood-Stils“ bezeichneten amerikanischen Moderne der 30iger Jahre vor.

Dieses Objekt demonstriert in Formbarkeit und Farbspektrum eindrucksvoll die Weiterentwicklung von Kunststoff. Der Inselsockel ist marmoriert, glänzend und glatt poliert und imitiert das so begehrte Bernstein, die Palmstämme führen ein intensives, opakes Rot vor, die Palmblätter dagegen hellgrün, transluzid und zart gebogen, nachträglich beschliffen und beschnitzt, und der kleine feinmodellierte Elefant weist ein bisher unerreichtes Weiß, das das so begehrte, teure Elfenbein zu ersetzen konnte, auf.

Lit.: Sylvia Katz: Classic plastics. From Bakelite to high tech, London 1984, S.54.

Zusätzliche Information

Gewicht 2 kg

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